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Orchesterwerke stehen auf den Konzertprogrammen in Berlin und BernDas 1995 in Venedig uraufgeführte Orchesterstück SN 1993 J wird in diesem Herbst wieder dreimal gespielt: Am 23. Oktober in Berlin und am 11. und 12. November in Bern.

Die Aufführung in Bern erfolgt im Rahmen der Weltmusiktage der Internationalen Gesellschaft für neue Musik (IGNM). Peter Hirsch dirigiert das Berner Symphonie-Orchester.

In Berlin erklingt das Werk in einem Konzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester in der Reihe "Musik der Gegenwart" im großen Sendesaal des RBB. Weitere Werke auf dem Programm dieses Konzerts sind die Sinfonie Nr. 3 von Witold Lutosławski und das Konzert für Klavier und Orchester von Bettina Skrzypczak. Solist ist Massimiliano Damerini, der 1999 schon die Uraufführung spielte. Dirigent ist wiederum Peter Hirsch.

Berner Symphonie Orchester

Kulturpreis der Gemeinde Riehen für Bettina Skrzypczak
Am 28. Oktober kann Bettina Skrzypczak den renommierten Kulturpreis der Gemeinde Riehen bei Basel entgegennehmen. Er wird jährlich an Künstler aller Sparten vergeben.

In der Begründung der Jury heißt es, die Auszeichnung erfolge 

"in Anerkennung eines in seiner Bedeutung, Vielfalt und Tiefe heute schon bedeutenden kompositorischen Werks, das in einem Musikdenken verwurzelt ist, das in sehr persönlicher Weise philosophischen, mathematischen und überaus subtilen ästhetischen Grundgedanken verpflichtet ist. Eindrücklich sind die gestalterische Vielfalt, das handwerkliche Können  sowie der sublime gesellschaftliche Konnex, der die Ton- und Wort-Ton-Schöpfungen durchdringt."

Die Preisverleihung ist verbunden mit der Aufführung der Kompositionen Miroirs, Mouvement und Toccata sospesa, interpretiert durch Sylvia Nopper (Sopran), Felix Renggli (Flöte), das Ensemble Phoenix (Leitung Jürg Henneberger) und Studierende der Musikakademie Basel.

In Riehen wurde von Bettina Skrzypczak u.a. schon die Komposition Vier Figuren für achtzehn Spieler in drei Gruppen uraufgeführt. Sie erklang 2001 in dem von Renzo Piano erbauten Museum der Fondation Beyeler als Auftrag zur Feier des 80. Geburtstags des Kunstsammlers Ernst Beyeler.
Ensemble Boswil


Bettina Skrzypczak zu Gast im Bayerischen Rundfunk
Gast im Studio in der populären Sendung KlassikPlus auf B4, dem Klassiksender des Bayerischen Rundfunks München, war am 28. Mai Bettina Skrzypczak. Der Moderator Florian Hauser unterhielt sich mit ihr über ihre Werke und ihre künstlerische Biographie, dazu wurden Ausschnitte aus Aufnahmen ihrer Werke gesendet. Sendetermin: 28.5.2004, 19.03-20.00 Uhr)


Zwei Uraufführungen im Mai:
4. Streichquartett in Zürich (9.5.) und Lettres in München (14.5.)


Die Uraufführung des Streichquartetts Nr. 4 fand am 9. Mai in Zürich in der Reihe "Musikpodium" statt. Die Interpreten waren das Amar Quartett, für das das Werk geschrieben wurde. 

Die Komposition Lettres (Briefe) für Sopran, Klarinette und Violoncello kam am 14. Mai 2004 in München zur Uraufführung. Als Texte wählte Bettina Skrzypczak Zeilen aus der Dichtung Le livre dou Voir Dit von Guillaume de Machaut, geschrieben 1363-65. Den Gesangspart übernahm die ungarische Sopranistin Márta Kosztolányi, Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz, die Instrumentalisten waren Sayaka Schmuck (Klarinette) und Dietrich von Kaltenborn (Violoncello), Mitglieder der Bayerischen Staatskapelle. Das Werk erklang im Rahmen der Konzertreihe "Neue Kammermusik plus Stimme", die die Bayerische Staatsoper in der Pinakothek der Moderne veranstaltet.

Im gleichen Konzert spielte am 14.5. in München Oliver Kern das Klavierstück Daphnes Lied (2002).
Staatstheaters am Gärtnerplatz



Vokalzyklus Miroirs aus polnischer Sicht

Die polnische Erstaufführung des Vokalzyklus Miroirs, die am 23.9.2003 beim Warschauer Herbst stattfand, hat in Polen ein nachhaltiges Echo hervorgerufen. Die führende Musikzeitschrift Ruch Muzyczny kommentierte das Stück in ausführlicher Weise. Für die Kritikerin Ewa Szczecinska ist es ein Zeichen dafür, dass die Tradition der "Polnischen Schule" der sechziger Jahre nicht spurlos untergegangen ist und hier, nach Jahren des Postmodernismus, eine aktuelle Wiedergeburt findet.

Im gleichen Konzert spielte am 14.5. in München Oliver Kern das Klavierstück Daphnes Lied (2002).