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Werkkommentar



Daphne’s Lied Für Lorbeer und Morgenröte gibt es in Sanskrit ein gemeinsames Wort: ahana. Und in der griechischen Mythologie wird Daphne, die sanfte Nymphe des Morgenrots, von ihrer Mutter, der Erde, in einen Lorbeerbaum verwandelt; sie soll damit vor Apollo geschützt werden, dem Sonnengott (Phoibos Apollon), der sie verfolgt und sie mit seinem strahlenden Licht zur Mittagszeit verbrennen würde.

Auch in meinem Klavierstück geht es um unterschiedliche Intensitäten und Formen von Licht und Energieströmen: um Klänge, die andere Klänge überstrahlen, die in Farben zerlegt werden, die erlöschen und Schatten werfen, um Klänge, die attackieren und streicheln, blenden und wärmen. Doch es braucht nicht der glänzende Apoll zu sein, der triumphiert. Die intensivste Lichtquelle könnte gerade diejenige sein, die im Verborgenen leuchtet.

Bettina Skrzypczak


Presse


Aggressiv attackierende Akkorde wechseln mit transzendenten Farben, die einzelne Intervalle und Töne ausleuchten, als sollten sie auf ihre Ursubstanz hin überprüft werden (engagiert Jan Philip Schulze).

Friederike Haupt in der Neuen Musikzeitung Nr. 7/8, Juli/August 2011.