aus Partitur 'Vier Figuren'

Streichquartett Nr. 4

Von Linearität und Strömungsrichtungen, von Zeit und Raum schreibt die polnisch-schweizerische Komponistin Bettina Skrzypczak in ihrer Einleitung. Vielleicht stellt sie solche Überlegungen an, wenn sie arbeitet. Das Ergebnis aber klingt nicht abstrakt, sondern sehr konkret aus dem Ton, aus der Geste heraus getrieben, expressiv in der Melodik, fasslich selbst in der Komplexität, und damit springt die Musik einen unmittelbar an, zumal sie so folgerichtig von einem Punkt zu einem ganz anderen leitet. Das Amar-Quartett spielte das 4. Streichquartett (...) engagiert und energiegeladen.
Thomas Meyer zur UA am 9.5. (Tages-Anzeiger Zürich, 11.5.2004)

Bei der Uraufführung präsentierten die vier Musiker dem Publikum eine sehr organisch wirkende Komposition mit dramatischem Charakter. Zum Organischen zählen nicht nur der geräuschhafte Einschwingvorgang am Anfang und das Ausblenden mit kreisenden Vierteltönen am Schluss. Organisch wirkt auch die Art, wie die Komponistin das klangliche und motivische Material der einzelnen Grossabschnitte nach und nach verändert.
Thomas Schacher (Neue Zürcher Zeitung, 11.5.2004)

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