aus Partitur 'Vier Figuren'

Lettres

Die Klarinette ist der Singstimme zugeordnet, während dem Cello kommentierende Zwischenspiele zufallen oder das Zeichnen der Grundstimmungen (...) Der Sopranistin Márta Kosztolányi gelang eine wunderbare Verbindung von mittelalterlichem Klang, wie ihn der sechseinhalb Jahrhunderte alte Text und das melismatische Kreisen um verschiedene Grundtöne vorgeben, mit dem modernen Gestus, den die Komposition in Form von schwankenden Energiezuständen aufwies. Sayaka Schmucks unglaublich weicher Klarinettenklang, der die Singstimme umschmeichelte, machte die Interpretation zu einem sinnlichen Genuss.

Sibylle Kayser in der Süddeutschen Zeitung vom 17.5.2004 zur Uraufführung von "Lettres" in München

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